Beiträge von Alfur

    Du kannst ruhig das Handbuch aus dem Auktionshaus nehmen. Von 2005 - 2011 hat sich was die Technik am 159

    betrifft nicht viel getan, das meiste an Änderungen betrifft vorwiegend "Teileoptimierung" durch Gewichtsreduktion

    und sonstigem. Am Aus- und Einbau ändert das aber nichts. Lediglich für den Motor wirst du da nichts finden.

    Aber da sollte bei technischen Fragen ein anderes Forum aushelfen können, der 2.0 Jtdm ist quasi auch ein

    2.0 Cdti.

    Klugscheißen kann ich gar nicht. Ich weis ja auch nicht alles und lerne immer dazu. Das ist das was mir an dem Beruf noch weiterhin gefällt. Man lernt NIE aus und Erfahrung ist des Mechanikers bester Lehrer. Das hat mir jedenfalls mein damaliger Ausbilder jeden Tag an den Kopf geworfen als ich noch als Stift unterwegs war


    Vielen lieben Dank. Ich Versuch das weiterzugeben was ich weis und lerne. Versuch zu verhindern das der Beruf umgenannt wird in Teiletauscher ? und hab es satt das Autofahrer von Werkstätten über‘n Tisch gezogen werden.
    Bei mir unabhängig ob Diesel oder Benzin.

    Lieber Fabri, deine Aussagen ehren dich, und ich kann den Aussagen der anderen nur beipflichten! Ich möchte aber hierzu

    noch was ergänzen, ganz allgemein, weil ich das ganz ähnlich sehe wie du.

    Das man nie auslernt, stimmt nur dann, wenn man auch dazu lernen will. Das ist eine Frage der inneren Einstellung, und macht

    am Ende den Unterschied ob jemand etwas nur tut, weil er es muss, oder ob er das mit Herzblut tut.

    Die Summe aus Erfolgen und Niederlagen nennt man dann Erfahrung.


    Das gesammelte Wissen aus Erfahrungen mit Passion weiterzugeben macht dann erst den echten Meister. Leider leben

    wir aber in einer Gesellschaft und Zeit, in der sich gefühlt jeder durch angelesenes Wissen aus Internet und Autobild

    wie ein Meister geriert, oftmals nicht der Passion halber, sondern aus der zwanghaften Sucht nach Anerkennung oder

    Aufmerksamkeit, nicht nur was Autos betrifft. Den echten Experten erkennt man dann oft genug daran, dass er ohne

    Umschweife auch mal zugeben kann etwas nicht zu wissen, und genau das macht den Unterschied zu den Pseudoexperten.

    In diesem Sinne, mach weiter so! Ich lese auch gerne deine Beiträge, und nehme viel für mich mit.


    Lediglich was die Werkstätten betrifft, bin ich etwas anderer Meinung, aber das hat keinen wirklich fachlichen Hintergrund,

    daher klammere ich das mal aus.

    Das ist richtig. Der Deckel regelt den Druck ja auch, sofern er auch seinen üblichen Betriebsbedingungen ausgesetzt ist. Ich

    vermute mal, dass der Deckel eine Kombination aus Feder- und Thermoelement ist. Der Überdruck im System soll dem Kühlmittel

    ermöglichen, dass das Wasser mit Temperaturen oberhalb des natürlichen Siedepunkts betrieben werden kann, sonst wäre

    mit dem Kühlwasser grundsätzlich bei 100° C Schluss. Es entspricht dem Prinzip des Schnellkochtopfs. Das heißt, der Systemdruck

    ist immer analog zu setzen mit der max. erreichbaren Temperatur, unabhängig vom Atmosphärendruck. Jetzt kommt aber der andere

    Punkt.

    Der Rücklaufschlauch am Ausgleichbehälter fördert durch die Abgase irgendwann nur noch Luft bzw. Abgase in den

    Ausgleichbehälter. Der Rücklauf ist im Behälter von einer kleinen Kammer vom Vorratsteil getrennt, es befindet sich

    am untersten Punkt eine Brücke zwischen den Kammern. Da die Abgase im Betrieb permanent ins System gedrückt werden,

    steigt erstmal der Wasserpegel und die Temperatur im Vorratsbehälter, bis das scheinbar überflüssige Kühlmittel rausgedrückt

    wird. Das geht solange, bis das Verhältnis aus Gas und Wasser im System austariert ist. Das Verhältnis aus Luft und Gas ist dann

    in einem Verhältnis, bei dem der Vorratsbehälter kein Wasser mehr führt und der Systemdruck abfällt, da der Druckraum im

    Behälter zu groß geworden ist und Gas komprimierbar ist. Da sich jetzt das Gas ständig im leeren Behälter komprimieren lässt,

    fällt der Systemdruck und das Wasser beginnt schon bei 100° C zu kochen, was in einem System tödlich sein kann, denn durch

    Dampfblasen in geschlossenen Räumen entsteht Kavitation. Findet beim Motor immer im Zylinderkopf statt, da dieser quasi

    der höchste Punkt ist und dazu noch unterschiedliche Temperaturzonen hat. Die schwächste Stelle dort sind die Bereiche

    zwischen den Ventilen, da die Temperatur dort recht hoch ist, das Material zu wenig ist um Wärme in ausreichendem Maß

    aufzunehmen und auch wieder abzugeben. Spätestens wenn sich dort Dampfblasen bilden, wird nur noch Wärme

    aufgenommen, aber nicht mehr abgegeben.

    Ja denke auch. Wenn ich in der früh die Motorhaube aufmache, ist immer noch Druck auf dem System. Beim Öffnen vom Ausgleichsbehälter zischt es..... Komisch, wie soll dann die ZKD undicht sein, da müsste es doch Wasser in den Zylinder drücken. :kopfkratz:

    Genau da ist der Hund begraben. Die Zylinderkopfdichtung hat überhaupt nichts mit den beschriebenen Symptomen zu tun.

    Bei den Rissen im Kopf drückt es erst den Verdichtungsdruck in den Kühlkreislauf, da das Gas durch seine geringe Dichte

    den Riss passieren kann. Das Wasser kommt wegen seiner höheren Dichte aber nicht andersrum in den Verbrennungsraum,

    zumindest im Anfangsstadium nicht, wenn der Riss noch eher einem Haarriss gleicht. Die erste sichtbare Anomalie ist dann

    wie bereits gesagt der aufgeblähte Kühlerschlauch, und ein augenscheinlich leerer Ausgleichbehälter. Sobald man den Deckel

    öffnet, baut sich ein massiver Überdruck ab und das Wasser sprudelt zurück in den Behälter.

    Das ist die Anfangsphase. Die Risse arbeiten sich ja auf. Sobald die eine gewisse Spaltgröße haben, kommt das Wasser nach

    Abstellen des Motors in den Zylinder.

    Wenn diese Symptome bei dir nicht vorhanden sind, würde ich erst mal auf was unspektakuläres tippen. Irgendeine

    Undichtigkeit. Ich habe da schon einige gehabt. Du solltest wie bereits geschrieben den Kühler inspizieren, alle Schläuche des

    Kühlsystems, besonders die für den Heizungskreislauf und die am Thermostat. Auch das obere Alurohr oberhalb des

    Turboladers ist eine Schwachstelle. Dort sollte eine Inbus Madenschraube aus Metall verbaut sein. Wenn noch eine aus

    Plastik drin ist, gleich raus damit. Dann gibt es bei den Heizungsschläuchen noch einen mit Entlüftungsventil, auch nur eine

    Plasteschraube. Das waren bei mir am 1.9er die neuralgischen Punkte, aber der 2.4er ist diesbezüglich identisch.


    Ach so, das einfachste vergisst man auch immer... Entlüfte das System als erstes mal ordentlich. Die Schraube am Kühler

    oben links in Fahrtrichtung öffnen bis Wasser kommt, danach noch den am Heizungsschlauch. Wahrscheinlich ist nur eine

    "wandernde Luftblase" vorhanden...

    Bei Rissen im Kopf baut sich ein sehr hoher Druck im Kühlsystem auf. Das sicherste Indiz dafür ist in der Regel ein sehr

    stark geblähter Kühlerschlauch und ein sprudelnder Ausgleichbehälter wenn der Deckel abgeschraubt wird. Auch zeigt

    dir deine Temperaturanzeige nach etwas schärferer Fahrt schnell die Warnung Übertemperatur an und der Zeiger bleibt

    auf 12 Uhr stehen....


    Ich hatte auch mal eine defekte Dichtung an der Entlüftungsschraube am Kühler. Das war erst nach geraumer Zeit an der

    Kalkspur zu sehen, die sich ihren Weg nach unten gebahnt hat. Nur um mal die Möglichkeiten zu erweitern....

    ich weiß nicht ........ soweit ich weiß, gabs 2 Motorenwerke dafür , einmal Italien, einmal Kaiserlautern . Bei Opel wurden aus beiden Werken Motoren verbaut..... und ich glaube nicht wirklich daran daß es dann verschiedene Fertigungsschienen gab für bessere und schlechtere Motoren .... macht betriebswirtschaftlich selbst bei GM keinen Sinn ....

    Richtig. Mal davon abgesehen sind alle Anbauteile am Motor nur zugekaufte Ware von Zulieferern. Der AGR Kühler kommt

    von Valeo, so hatte ich das mal bei einem ausgebauten auf dem Klebeetikett gesehen. Warscheinlich gab es sogar für jedes

    Anbauteil mehrere Zulieferer.

    Ach so, das ist schlecht, wenn man keine Bühne hat. Die Achsmutter wird nicht mit dem Schlagschrauber gelöst

    oder montiert. Du brauchst dafür eine 36er Nuss, am besten mit 1" Antrieb und nen Knebel bzw. Gleitgriff mit

    Verlängerung. Es läuft beim manuellen Getriebe nur etwa ein halber Liter Öl bei raus. Zum nachfüllen muss die Batterie

    raus und das Halteblech an dem auch die Steuergeräte sitzen, dann kann man schön von oben nachfüllen. Wie das

    beim Automaten ist weiß ich leider nicht.

    Die Antriebswelle zu wechseln ist kein Hexenwerk und kann man auch gut in einer Hobbywerkstatt machen.

    Bei eBay gibt es eine SKF Welle für irgendwas um die 250 Euro. Musst nur schauen, da die Wellen für

    Automatikgetriebe nicht identisch mit denen für das manuelle sind.

    Das gleiche Geräusch hatte ich auch schon. Ich habe die komplette Antriebswelle getauscht und das Geräusch war weg.

    Allerdings nicht wegen dem Geräusch, sondern weil sie irgendwann das knarzen und knacken angefangen hat. Und ein

    Tipp vorweg... Kauf keine billige Antriebswelle von eBay, die hat bei mir 6 Monate gehalten. Hab mir dann eine gebrauchte

    besorgt.

    Es gibt noch an jeder Seite eine Art Hilfsstrebe zwischen Hilfsrahmen und Längsträger, die gelöst werden muss.

    Die Schrauben vom Lenkgetriebe lassen sich von oben lösen, wenn man ein paar Verlängerungen benutzt.

    Die Schrauben sollten auf jeden Fall erneuert werden, da es Dehnschrauben sind. Die Hydralikleitungen vom

    Lenkgetriebe müssen auch gelöst werden, wenn der Hilfsrahmen ganz runter soll. Eine Schraube der Leitung

    ist auch gleichzeitig ein Filter, diese also entweder säubern oder gleich erneuern.

    Bei mir hat es immer geholfen die Schrauben der Riemenscheibe zu lösen (nicht rausdrehen) und den Motor

    dann laufen zu lassen. Den Riemen ruhig dabei drauf lassen. Der Motor wirkt dann wie ein Schlagschrauber, hat

    bisher alles gelöst.

    Dann ist das letzte bzw. aktuelle Protokoll das richtige. Die Tieferlegung muss durch Spureinstellung angeglichen werden

    am negativen Sturz. Das Problem ist bei Achsvermessungen ganz oft, dass entweder das falsche Fahrzeug, bzw. die falsche

    Ausstattung gewählt wird. Dann spart man sich noch die ganzen vorab notwendigen Vorarbeiten wie Gelenkspiel prüfen,

    Höhenstandsmessung usw., und schon ist das Messergebnis für die Tonne....

    Die Kernkompetenz von Innovationen sehe ich eher bei Citroën, zumindest was das technische betrifft.

    Und wenn man mal schaut wo die heute sind, stehen die besser da als Alfa Romeo.